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Augenkrankheiten

Augenkrankheiten

Im Folgenden führen wir Ihnen die am häufigsten auftretenden Erkrankungen und Veränderungen am Auge auf und erklären diese verständlich.

Bei jeder Erkrankung können Sie sich über die Hilfsmittel informieren, die zu einer visuellen Verbesserung und einer Steigerung der Lebensqualität führen können.

Wenn Sie weitere Fragen haben und unsere Hilfe bei einer der genannten Krankheiten benötigen,beraten wir Sie gerne in einem persönlichen Gespräch vor Ort.

Achromatopsie ist eine Farbsinnstörung, bei der keine Farben wahrgenommen werden können, und darf nicht mit der Farbfehlsichtigkeit verwechselt werden (Rot-Grün-„Blindheit“ bzw. Blau-Gelb-Störung).

Da Achromatopsie-Patienten nur über Stäbchen (für Hell-Dunkel-Sehen) verfügen und keine funktionstüchtigen Zapfen (für das Farbsehen) mehr haben, sind lediglich Hell- & Dunkel-Kontraste erkennbar. Das Fehlen der Zapfen bedingt eine sehr hohe Blendempfindlichkeit und Visusminderung.

Kardinalzeichen für eine vorliegende Achromatopsie sind ein starker Nystagmus (Augenzittern), da im „Gelben Fleck“ (Ort des schärfsten Sehens) nur Stäbchen aktiv sind und dieser Defekt durch schnelle Augenbewegungen ausgeglichen werden soll. Ebenso liegt ein schwacher Visus vor (meist von nur 0,1), da die zentral angesiedelten Stäbchen in geringerer Dichte vorhanden sind als die für das Tagessehen verantwortlichen Zapfen.

Da Stäbchenrezeptoren für geringere Lichtmengen (Dämmerungssehen/Nachtsehen) ausgelegt sind als Zapfen, entsteht zusätzlich eine starke Blendempfindlichkeit (Photopsie).

Zur Reduzierung der Blendung sind Kantenfilter sowie Seitenschutzfassungen gegen seitlich einfallendes Licht eine ideale Lösung. Ebenso können aufgrund der geringen Sehschärfe optisch- und elektronisch vergrößernde Sehhilfen eingesetzt werden.

Unter einer „Amaurosis fugax“ versteht man eine schmerzlose, vorübergehende akute Blindheit, die durch kleine Gefäßverstopfungen in der Netzhaut zustande kommt und von wenigen Sekunden bis zu zwei Stunden anhalten kann. Sie gilt häufig als erstes Anzeichen einer Durchblutungsstörung im Gehirn (zerebral), eines Schlaganfalls (Apoplexie) und kann zudem in Verbindung mit einer Karotistenose auftreten.

Als Karotistenose bezeichnet man eine Verengung der zwei großen hirnversorgenden Gefäße:

  • „Arteria carotis communis“ (Halsschlagader) oder der
  • „Arteria carotis interna“ (innere Halsschlagader)

Kantenfilter wirken einer Amaurosis fugax zwar nicht entgegen, jedoch bewirken sie eine Kontraststeigerung und idealen UV-Schutz.

Unter Aniridie versteht man eine sehr seltene, angeborene Unterentwicklung der Iris (Regenbogenhaut) des Auges.

Ein markantes Erkennungszeichen ist, dass die Iris äußerlich kaum zu sehen ist und meist nur durch das Messverfahren mit einem Dreikantspiegelkontaktglas (Gonioskopie) zu ermitteln ist.

Da durch das Fehlen der Iris, die als Blende die Lichtregulation im Auge übernimmt, eine starke Sehbeeinträchtigung einhergeht, leiden die Betroffenen oftmals an extremer Lichtscheuheit und Nystagmus.

Aniridie Patienten zeigen ein erhöhtes Risiko, an der Entstehung eines Glaukoms oder Katarakts betroffen zu sein.

Betroffenen kann durch den Einsatz von getönten Gläsern und Kantenfiltern geholfen werden, die Blendwirkung herabzusetzen.

Vergrößernde Sehhilfen können weiterhin dabei helfen, das übrig gebliebene Sehvermögen bestmöglich zu nutzen.

In schweren Krankheitsverläufen kann eine künstliche Iris implantiert werden, wenn mit optischen Hilfsmitteln keine Besserung erreicht werden kann.

Als diabetische Retinopathie bezeichnet man krankhafte Veränderungen der Netzhautgefäße im Augenfundus infolge einer „Diabetes mellitus“-Erkrankung, bei der es durch Gefäßverengungen zu Durchblutungsstörungen kommt. Die Folge sind siebartige Gesichtsfeldausfälle. Es kommt je nach Stadium zu Ablagerungen, Gefäßneubildungen oder sogar zu Netzhautablösungen.

Derzeitige medizinische Behandlungen können den Krankheitsverlauf lediglich verzögern bzw. stoppen, jedoch nicht heilen.

Infolge der Behandlungsmöglichkeiten entsteht bei den Betroffenen eine starke Verminderung der Sehschärfe und extreme Blendempfindlichkeit, die aufgrund der diffusen Reflexionen an der geschädigten Netzhaut entstehen.

Drusen sind kreisförmige graue Einlagerungen unter der Netzhaut, die aufgrund von hyalinen Ablagerungen (Ablagerungen, die unter dem Lichtmikroskop glasig-transparent erscheinen) unterhalb des Pigmentepithels der Netzhaut zustande kommen.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen „weichen“ und „harten“ Drusen, welche sich aufgrund ihrer Abgrenzung zur Netzhaut unterscheiden.

Während „harten“ Drusen, die bei mehr als 90% aller älteren Menschen nachweisbar sind, kein Krankheitswert zugeschrieben wird, gelten „weiche“ Drusen als Kardinalzeichen für die AMD.

Kantenfilter wirken Drusen zwar nicht entgegen, jedoch bewirken sie eine Kontraststeigerung und idealen UV-Schutz.

Als Glaukom (Grüner Star) bezeichnet man verschiedene krankhafte Veränderungen des Auges, die zum Verlust von Nervenfasern des Sehnervs führen, was im schlimmsten Fall zur totalen Erblindung des betroffenen Auges führen kann.

Die häufigste Ursache für ein Glaukom stellt ein dauerhaft erhöhter Augeninnendruck dar (welcher ab 21mmHg besteht), was zu einem Abdrücken des Sehnervenkopfes und somit zum Verlust von Nervenfasern führen kann. Hierzu kommt es, wenn mehr Kammerwasser produziert wird als ablaufen kann, was auf eine Funktionsstörung des Trabekelwerks zurückgeführt werden kann. Innerhalb bestimmter individueller Grenzen kann das Auge eine Steigerung des Augeninnendrucks zwar ohne Schaden ertragen (Tensionstoleranz), je höher jedoch der Druck ansteigt und je länger diese Situation anhält, desto eher ist mit Schädigungen zu rechnen.

Da sich das Glaukom oft schleichend entwickelt und im Anfangsstadium meist keine Symptome auftreten, können lediglich Früherkennungsuntersuchungen, wie beispielsweise die Gonioskopie (Dreikantspiegelkontaktglas), Funduskopie Tonometrie, rechtzeitig Schäden abwenden.

Das Glaukom zählt weltweit zu den häufigsten Erblindungsursachen.

Kantenfilter wirken Glaukom zwar nicht entgegen, jedoch bewirken sie eine Kontraststeigerung und idealen UV-Schutz.

Als Glaukom, auch Grüner Star, bezeichnet man grundsätzlich alle pathologischen Veränderungen am Auge, welche eine Schädigung des Sehnervs nach sich ziehen.

Dies kann im Zuge dessen dazu führen, dass es zu einer Gesichtsfeldeinschränkung (Gesichtsfeldausfällen) kommt, die oftmals zu Beginn noch bewusst wahrgenommen wird. Als Gesichtsfeld bezeichnet man den gesamten wahrnehmbaren Sehbereich, der bei starrer Blickrichtung bewusst einsehbar ist.

Im weiteren Verlauf, bzw. im Spätstadium dieser Erkrankung, nimmt dann auch die Sehschärfe zunehmend ab.

Vom Glaukom betroffen sind in den Industrienationen schätzungsweise ca. 2 von 100 Personen über 40 Jahren. Heilbar ist diese degenerative Veränderung leider nicht, jedoch ist die therapeutische Behandlung mit Medikamenten sehr gut.

Patienten mit dieser Erkrankung können also, wenn sie medikamentös richtig eingestellt sind, diesen degenerativen Prozess aufhalten und müssen somit mit keinen größeren Seheinbußen rechnen.

Wie bereits erwähnt, ist das „Glaukom“ nur ein Überbegriff für viele pathologische Veränderungen am Auge, die eine Schädigung des Sehnervs nach sich ziehen.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen primären und sekundären Glaukomen.

Als primäre Glaukome werden Veränderungen gezählt, deren Ursache nicht in einer bereits bestehenden Erkrankung liegt.

Zu den primären Glaukomen zählen zu 90-95 Prozent das Offenwinkelglaukom (Kammerwinkel ist größer als 25°) und das Normaldruckglaukom (IOD unter 21 mmHg).

Das Offenwinkelglaukom, welches man auch als Weitwinkelglaukom bezeichnet, zeichnet sich durch eine langsame Progression aus, wodurch die Schäden am Sehnerv erst nach vielen Jahren zu Sehstörungen führen, die bewusst wahrgenommen werden.

Das primäre Offenwinkelglaukom ist generell immer eine schmerzlose Veränderung. Meist wird diese Ausprägung mit Augentropfen oder einem operativen Eingriff behandelt.

Beim Normaldruckglaukom kommt es, obwohl der Augeninnendruck unter 21 mmHg liegt, zu einem Verlust von Nervenfasern infolge von Durchblutungsstörungen der Netzhaut und des Sehnervs. Oftmals berichten Betroffene von einer erhöhten Druckempfindlichkeit am Auge.

Seltener ist das Wickelblockglaukom, welches auch Engwinkelglaukom genannt, wird. Hier kommt es zu einem Druckanstieg innerhalb des Auges, da die Abflussmöglichkeit des Kammerwassers nicht optimal gegeben ist. Oftmals ist der Kammerwinkel deutlich kleiner als 25° oder es liegt eine Verstopfung, durch beispielsweise Irispigmente, vor. Der Augeninnendruck steigt so auf über 25 mmHg an, was bei Zunahme des Drucks extrem schmerzhaft sein kann.

Typische Beschwerden sind akute Sehstörungen, Augenrötungen, heftige Kopf- und Augenschmerzen oder Übelkeit.

Einen solchen Zustand bezeichnet man als akuten Glaukomanfall, der einen Notfall darstellt. Das Druckverhältnis kann bis zum dreifachen des Normalwertes ansteigen (70 mmHg) und bedingt eine sofortige augenärztliche Behandlung, da sonst irreparable Schäden am Sehnerv die Folge sind.

Zu den sekundären Glaukomen zählt man degenerative Veränderungen am Sehnerv, die bedingt durch eine Vorerkrankung oder Verletzungen, ausgelöst werden.

Zu den häufigsten Vorerkrankungen zählen unter anderem die Katarakt (Augenlinse „quillt“ auf, Kammerwasser hat weniger Platz -> Druckanstieg ist die Folge), eine Diabetes Erkrankung (Wachstumsfaktoren sorgen für Gefäßeinsprossungen), oder auch Schilddrüsenüberfunktionen (Blutrückstau -> Kammerwasser kann nicht mehr abfließen).

Grundsätzlich zeichnen sich bei allen Betroffenen folgende Symptome ab:

Menschen mit einem Glaukom können bestimmte Sehbereiche nicht mehr oder nur noch eingeschränkt wahrnehmen. Es entstehen sogenannte „blinde Flecken“, die in der Fachsprache als Skotome bezeichnet werden.

Diese treten meist neben der Makula (Stelle des schärfsten Sehens im Auge) auf und ziehen sich bis zu den peripheren Bereichen des visuellen Gesichtsfelds. Aufgrund dieser geographischen Ausprägung bezeichnet man sie auch als bogenförmige Skotome.

Da das zentrale Sehen im Bereich der Makula zunächst nicht beeinträchtigt ist, fallen die Gesichtsfeldausfälle häufig nicht gleich bewusst auf.

Diese skotomischen Bereiche, die zunehmen werden, erschweren im fortgeschritteneren Verlauf eine sichere Orientierung im Alltag.

Beim Autofahren beispielsweise, können Betroffene zwar die Straße vor sich klar erkennen, Personen oder Dinge im peripheren Bereich (rechts oder links) beispielsweise auf den Gehwegen, jedoch nicht. Auch die Anpassung an unterschiedliche Lichtverhältnisse, die sogenannten Hell- und Dunkeladaptationen, können sich als schwierig erweisen, zum Beispiel, wenn man von draußen in einen dunklen Hausflur eintritt. Oft fällt es auch schwerer, Hindernisse wie Stufen oder Bordsteine zu erkennen und deren Abstände richtig einzuschätzen.

Wie erfolgt die Diagnose?

Da das Glaukom eine schleichende, irreversible Veränderung ist, ist eine frühzeitige Erkennung umso wichtiger.

Um einen erhöhten Augeninnendruck oder ein Glaukom frühzeitig zu erkennen, bieten viele Augenärzte eine Früherkennungsuntersuchung an. Sie besteht aus der Untersuchung des Sehnervs, der Bestimmung des Augeninnendrucks, einer Gesichtsfeldmessung (Perimetrie) und der Untersuchung des Auges mit dem Spaltlampenmikroskop.

Die gängigste, meist kostenfreie, Routineuntersuchung ist die Bestimmung des Augeninnendrucks.

Diese erfolgt mit einem speziellen Instrument, dem sogenannten Tonometer. Hierbei kann der Augenarzt den Augeninnendruck ermitteln, der ein Indikator für eine Glaukom Erkrankung ist. Grundsätzlich wird bei dieser Untersuchungsmethode zwischen zwei Varianten unterschieden, der „Non-Contact-Tonometrie“ und der „Applanationstonometrie“.

Bei der „Non-Contact-Tonometrie“ berührt das Messgerät die Hornhaut nicht. Die Hornhaut wird durch einen Luftstoß abgeplattet und das hierdurch veränderte Reflexbild zur Messung benutzt. Damit entfällt eine Oberflächenbetäubung der Hornhaut. Darüber hinaus besteht somit keine Gefahr einer Keimübertragung (wie beispielsweise einer Keratoconjunctivitis epidemica, kurz „KCE“) oder einer Verletzung des Hornhautepithels. Jedoch ist die Messgenauigkeit geringer als bei der Applanationstonometrie.

Bei der Applanationstonometrie wird die Kraft gemessen, die notwendig ist, um ein planes Messkörperchen soweit mit der Hornhaut in Kontakt zu bringen, dass eine Fläche von ca. 3 mm Durchmesser abgeplattet wird. Dann entspricht der Anpressdruck dem intraokularen Druck. Dieser kann dann auf einer Skala abgelesen werden. Diese Methode ist von der individuellen unterschiedlichen Dehnungsfähigkeit der Hornhaut nur wenig abhängig und misst somit sehr genau.

Bei dieser Untersuchung wird das Auge mit einer Tropfenflüssigkeit betäubt und anschließend ein kleiner Messkolben auf die Hornhaut aufgesetzt.

Besteht ein Verdacht auf ein Glaukom, wird die Ärztin oder der Arzt zusätzlich das Gesichtsfeld messen. Dieses Verfahren bezeichnet man als Perimetrie, deren Kosten dann von der Krankenkasse übernommen werden. Dabei lässt sich feststellen, ob bestimmte Sehbereiche eingeschränkt und bereits blinde Stellen (Skotome) entstanden sind.

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Den Augeninnendruck zu senken kann helfen, den schleichenden Sehverlust zu verzögern oder aufzuhalten. Heilen lässt sich ein Glaukom, wie bereits einführend erwähnt, jedoch nicht, da bereits entstandene Schäden am Sehnerv nicht mehr rückgängig zu machen sind. Meist wird ein erhöhter Augeninnendruck (über 21 mmHg) bei einem Glaukom mithilfe von Augentropfen behandelt. Je nach Präparat wendet man sie einmal oder mehrmals täglich an. Wichtig sind auch regelmäßige Kontrolluntersuchungen in der Augenarztpraxis. Diese werden etwa ein- bis dreimal pro Jahr empfohlen, je nachdem, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist.

Wenn die medikamentöse Behandlung nicht (mehr) ausreicht oder vom Patienten schlecht vertragen wird, kann auch ein invasiver Eingriff wie beispielsweise eine Operation oder eine Laserbehandlung, infrage kommen. Hierzu zählt man unter anderem die Laser-Trabekuloplastik, die Trabekulektomie und eine Iris-OP. Jedes dieser Verfahren fördert den Abfluss des Kammerwassers, was zu einer Regulation des Druckverhältnisses führt.

Visuelle Rehabilitationsmaßnahmen mit vergrößernden Sehhilfen und Umgang im Alltag.

Menschen, bei denen ein Glaukom diagnostiziert wurde, haben oft große Angst davor, zukünftig ganz zu erblinden. Viele wünschen sich gerade zu Anfang ausführliche Informationen über die Behandlungsmöglichkeiten und darüber, was die Diagnose für das eigene Leben bedeuten kann.

Bei einem deutlichen Sehverlust muss der Alltag an die neuen Bedingungen angepasst werden. So kann etwa die Wohnung so umgestaltet werden, dass die Orientierung leichter fällt – zum Beispiel durch zusätzliche Lichtquellen. Das Entfernen von Stolperfallen ist wichtig, um Stürze zu vermeiden. Möglich sind meist auch Anpassungen am Arbeitsplatz und bei Alltagsaktivitäten wie Sport, Einkaufen oder Lesen. Sich Unterstützung zu holen und über Hilfsmittel zu informieren – zum Beispiel in der Arztpraxis oder bei der Krankenversicherung – kann den Alltag erleichtern. Vielen Menschen, die an einem Glaukom erkrankt sind, hilft es zudem, sich gut über die Krankheit und die Möglichkeiten, mit ihren Folgen umzugehen, zu informieren oder sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, etwa in einer Selbsthilfegruppe oder einem Internetforum.

Zusätzlich gibt es viele optische Hilfsmittel aus dem LowVision-Bereich, die je nach Ausprägung der Skotome, eine deutliche Erleichterung im Alltag bringen können.

Für das Lesen von Zeitungsdrucken sind Lupen und Lupenbrillen ein ideales Hilfsmittel, da diese klein, leicht und somit ideal für den mobilen Einsatz geeignet sind. Ergonomisch gestaltete Lupengriffe von Handleuchtlupen werden den Anforderungen sehbeeinträchtigter Menschen besonders gerecht. Der erhöhte Lichtbedarf kann durch eine den Bedürfnissen anpassbare 2-Stufen LED-Beleuchtung ausgeglichen werden. Zur Verfügung steht dieses innovative Hilfsmittel in 3 Lichtfarben, welche vom Benutzer subjektiv ausgetestet werden müssen.

Auch binokulare und monokulare Lupenbrillen erfreuen sich großer Akzeptanz und überzeugen durch die Eigenschaft, dass sie den Anwender nicht stigmatisieren und man die Hände zur freien Benutzung hat.

Sie gleichen einer herkömmlichen Lesebrille, können bequem in jeder Brust- bzw. Handtasche verstaut werden und deklarieren den Benutzer nicht als einen Sehbehinderten. Hauptvorteil dieser Lupenbrillen ist, dass sie mit den individuellen Refraktionswerten der Kunden versehen werden können, enorme Vergrößerungsbereiche erzielen, große Sehfelder ermöglichen und dabei eine Entlastung der Augen durch konvergenzunterstützende Prismen gewährleisten.

Betroffene, die ein Hilfsmittel für das TV-Sehen suchen, ist oftmals bereits geholfen, wenn man ihnen vermittelt, dass sie die Entfernung des TV-Gerätes reduzieren sollten. So erzielt man auf natürliche Weise die einfachste aller Vergrößerungen, nämlich eine Netzhautbildvergrößerung durch Annäherung. Zur idealen TV-Versorgung bietet sich ein Galilei-System mit 1,8-facher Vergrößerung an.

Benutzer können in nur 2m Entfernung problemlos mit entsprechendem Akkommodationsausgleich bzw. einer Vorstecklinse von +0,50dpt. einen 32“ TV mit ca. 0,85m Bildschirmdiagonale überblicken. Des Weiteren weist es aufgrund seiner großen Austrittspupille eine hohe Lichtstärke auf und sorgt bei der Benutzung durch die geringe Bildbeschleunigung für ein ruhiges und sehr stabiles Bild, auch bei Kopfbewegungen.

Ist ein besonders großer Sehbereich gewünscht, kann auf Weitwinkelsysteme zurückgegriffen werden.

Tätigkeiten im Haushalt, wie das Schälen von Gemüse, Kochen oder auch Bastelarbeiten sind Zeichen einer selbstständigen Lebensführung, die durchaus eine Problematik darstellen können, wenn die Sehleistung nicht mehr ausreicht. In der Regel können Systeme höherer Vergrößerung diesem Aufgabenbereich nicht gerecht werden, da der zu überblickende Bereich in der Nähe bei geringem Arbeitsabstand unzureichend ist.

Hier wären zu viele Kopfbewegungen von Nöten, die infolge der Vergrößerungshöhe zu starken Bildbeschleunigungen führen. Der Sehkomfort würde drastisch darunter leiden und das System keine Akzeptanz für diesen Verwendungszweck erzielen.

Weitwinkelsysteme Galileischer Bauart mit geringer Vergrößerung hingegen, stellen hier das Hilfsmittel der Wahl dar. Sie sorgen mit ihrer geringen Vergrößerung von 1,2- bzw. 1,4-fach und ihrem großen Sehfeld für eine einfache Orientierung am Arbeitsplatz.

Die Orientierungsfähigkeit hat bei Betroffenen einen höheren Stellenwert als ein hoher Visus.

Als Iriskolobom bezeichnet man eine angeborene, operativ oder traumatisch entstandene Lücke in verschiedenen Geweben des Auges, hier in der Iris.

Die Ursache ist ein verzögerter oder fehlender Verschluss der fetalen Becherspalte, der sich normalerweise in der 6. Schwangerschaftswoche vollzieht.

Aufgrund des großen Anteils an Streulicht durch die „vergrößerte Pupille“, hat der Betroffene ein verstärktes Blendungsempfinden, welchem man mit Kantenfiltern entgegenwirken kann.

Als Katarakt bezeichnet man das Eintrüben der Augenlinse. Die weiteste Verbreitung hat der altersbedingte Katarakt („cataracta senilis“), der im fortgeschrittenen Lebensalter aufgrund einer Verlangsamung des Stoffwechsels innerhalb der Augenlinse entsteht.

Das in das Auge einfallende Licht wird dabei so stark gestreut, dass es zu extremer Licht- und Blendempfindlichkeit sowie zum Schleiersehen und zur Kontrastarmut kommt. Weltweit ist der Katarakt die häufigste Erblindungsursache, welche aber heutzutage durch einen operativen Eingriff zu verhindern ist. Hierbei wird die eingetrübte Augenlinse mittels Ultraschall zertrümmert, abgesaugt und durch eine sog. „Intraokularlinse“ ersetzt.

Da die Belastung des energiereichen blauen Lichtspektrums nach solch einem operativen Eingriff extrem hoch ist, ist es sinnvoll, Kantenfilter zum Schutz des Auges einzusetzen.

Um die im Auge befindliche, lichtempfindliche Netzhaut vor aggressiver und energiereicher UV-Strahlung zu schützen, besitzt die Augenlinse einen natürlichen Schutzmechanismus – die Eintrübung, die in der Fachsprache als Katarakt (Grauer Star) bezeichnet wird.

Die Augenlinse eines jeden älteren Menschen zeigt Trübungen auf, wobei der Übergang einer physiologisch sinnvollen Trübung (die als Schutzfaktor dient) und einer pathologischen Trübung, die das Sehen nachhaltig stört, fließend und schleichend ist.

Im Folgenden möchten wir sowohl die Grundlagen, die diagnostischen und therapeutischen Ansätze der Katarakt, als auch die prae- und postoperativen Hilfsmittelansätze, thematisieren.

Der Name „Katarakt“ hat seinen Ursprung im Griechischen, und bedeutet so viel wie „Herabstürzender“ oder „Wasserfall“ und ist heutzutage das Synonym für den „Grauen Star“.

Die Augenlinse eines Menschen ist ein transparentes, bikonvexes und refraktives (lichtbrechendes) Organ, welches weder Nerven- noch Blutbahnen besitzt. So ist ihre Transparenz gewährleistet. Sie ist an speziellen Fasern, den sogenannten Zonulafasern verankert, die wiederum ringförmig mit dem Ziliarkörper (corpus ciliaris), der an den Seitenwänden des Augapfels verwachsen ist, aufgehängt. Lokalisiert ist die Augenlinse hinter der Regenbogenhaut, die umgangssprachlich auch Iris genannt wird und trennt den Augeninnenraum in zwei Teilbereiche – der vorderen Augenkammer (camera anterior bulbi) und der hinteren Augenkammer (camera posterior bulbi). Umgeben ist sie von einer Flüssigkeit, die als Kammerwasser bezeichnet wird. Diese Flüssigkeit versorgt die Augenlinse ein Leben lang mit Nährstoffen.

Die Linse ist aufgebaut in Linsenkern und Linsenrinde und wird im Gesamten vom Kapselsack umgeben. Die Augenlinse bildet ein Leben lang neue Linsenfasern, die sich um den Linsenkern und bereits gebildete Fasern legen. Das bedeutet, dass selbst bei älteren Menschen, sofern sie ihre ursprüngliche Linse noch besitzen, der Linsenkern jener ist, den sie seit Geburt an bereits haben. Dieser Prozess wird als „Appositionelles Wachstum“ bezeichnet und verfolgt eine schützende Intention.

Eine Hauptaufgabe der Augenlinse besteht darin, auf das Auge eintreffendes Licht so zu bündeln, dass es auf der Netzhaut zum Schnitt kommt. Diese Lichtbündelung kommt durch entsprechende Akkommodation zustande, sobald ein Objekt an Nähe zum Auge gewinnt. Hier kommt es zu einer Kontraktion des Ziliarmuskels.

Hierbei zieht sich der Ziliarmuskel zusammen, was zu einer Entspannung der Zonulafasern führt. Die elastische Linse wird somit bauchig und rundet sich zu einer Art Kugelform (bildlich gesprochen) ab, was dann letzten Endes zu einer Brechwerterhöhung führt.

Die andere Hauptaufgabe ist es, die Netzhaut des Auges vor kurzwelliger, energiereicher Strahlung zu schützen. Die Absorption dieser schädlichen Strahlung übernimmt zum Großteil die Augenlinse.

Der Graue Star kann verschiedenste Ursachen haben:

Hierbei können z. B. Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes, zum Eintrüben der Linse führen. Auch Traumatas, wie z.B. Augenprellungen bei Sportunfällen, spezielle Medikamente (wie Cortison) oder höhere Strahlungsintensitäten im Infrarot- oder auch UV-Bereichen können zu einer Eintrübung der Linsen führen. Der durch Infrarot-Strahlung induzierte Katarakt kommt beispielsweise häufig bei der Berufsgruppe der Glasbläser oder bei Schmieden vor. Es gibt auch eine sehr seltene Variante, die bei Neugeborenen vorkommt. Diese wird als kongenitaler (angeborener) Katarakt bezeichnet. Die prozentuale Verteilung beläuft sich 0,03 – 0,04 % der Geburten.

Der durch ultraviolette Strahlung induzierte Katarakt, welcher die häufigste Form darstellt, wird als „cataracta senilis“ bezeichnet. Dieser stellt sich im fortgeschrittenen Alter ein, abhängig davon, wie hoch die individuelle Sonnenlichtexposition im Leben war.

Zur Entstehung der „cataracta senilis“, dem altersbedingten Grauer Star:

Betrachtet man die Hornhaut und die Augenlinse als System, dann fungieren sie als Einheit wie ein Spektralfilter. Das bedeutet, dass sie energiereiche, kurzwellige Wellen aus dem elektromagnetischen Lichtspektrum absorbieren. Speziell die aggressiven und energiereichen UV-A und UV-B Strahlen, die zu einer Agglutination (Verklumpung) der Linsenproteine führen und letzten Endes zu einem Eintrüben der Augenlinse.

Im Laufe des Lebens nimmt dann je nach Sonnenlichtexposition, in welcher UV-A und UV-B Strahlen enthalten sind, die Lichtdurchlässigkeit und somit die Transparenz der Augenlinse ab, was letzten Endes im fortgeschrittenen Stadium zu einer sichtbaren Eintrübung der Augenlinse führt.

Bei ca. 50% der Personen zwischen 52 und 64 Jahren ist bereits ein Katarakt nachweisbar, ohne dass er subjektiv, wie beispielsweise durch Kontrastarmut oder Sehstörungen, wahrgenommen wird.

Liegt der Altersdurchschnitt bei ca. 70 Jahren, so weisen mehr als 90 % der Personen einen Katarakt auf, und ca. 50% davon realisieren bereits visuelle Einschränkungen.

Ist die Eintrübung der Linse so weit fortgeschritten, dass entweder er Einblick in das Auge durch den Augenarzt nur noch bedingt möglich ist, oder der visuelle Sehverlust stark herabgesetzt ist, kann über eine Extraktion der Augenlinse nachgedacht werden.

Grundsätzlich gilt allerdings der Leitsatz, dass eine Operation des Grauen Stars erst dann angebracht ist, wenn der Patient / Betroffene sich in seiner Lebensqualität durch den herabgesetzten Visus eingeschränkt / beeinträchtigt ist.

Die Symptome einer fortgeschrittenen Katarakt können sehr unterschiedlich ausfallen. Typisch hierfür sind hauptsächlich:

  • Doppelt oder Mehrfachsehen
  • Milchglas-Sehen (sehen wie durch ein Milchglas)
  • Alles erscheint Grau in Grau
  • Erhöhte Blendempfindlichkeit (bedingt durch Lichtstreuung an den Chromophoren)
  • Reduziertes Kontrastsehen / Kontrastarmut
  • Teilweise Myopisierung (durch Sklerosierung des Linsenkerns)
  • Veränderte Farbwahrnehmung

Wird sich für einen operativen Eingriff entschieden, dann kann dieser entweder in (Teilanästhesie), örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose (Vollanästhesie) durchgeführt werden. Da eine Vollnarkose immer mit gewissen Risiken verbunden ist, wird eine Kataraktextraktion heutzutage häufig in örtlicher Betäubung durchgeführt. Dies erfolgt dann entweder mittels eines Anästhetikums in Form von Augentropfen oder durch eine Injektion in den parabulbären Raum, sprich in das Gewebe, welches den Augapfel umgibt. Dies wird als „Parabulbäranästhesie“ bezeichnet.

Ist dann das Auge vollständig betäubt, kann mit der Operation begonnen werden. Hierzu gibt es drei unterschiedliche Operationsarten:

  • Der Starstich
  • Die intra capsuläre catararct extraction (ICCE)
  • Extra capsuläre cataract extraction (ECCE)

Die mit Abstand älteste Form ist der Starstich. Dieser wurde bereits in vorchristlicher Zeit (ca. 400 v. Chr.) angewendet. Das Prozedere wirkt sehr barbarisch, da mittels einer Nadel, die durch die Hornhaut (cornea) eingeführt wird, die getrübte Augenlinse nach hinten weg in den Glaskörper (corpus ciliaris) gedrückt wird. Von der Infektionsrate ganz abgesehen, birgt diese Variante einer Operation eine extrem hohe Komplikationsrate, bei nur mäßiger Erfolgsquote.

Denn durch das künstliche Herbeiführen einer Aphakie (Linsenlosigkeit), entsteht eine hohe Hyperopie. Zusätzlich können Entzündungen zu schweren Komplikationen führen. Die schlimmste hierbei wäre beispielsweise eine Endophthalmitis. Wird hier nicht sofort reagiert ist mit Verlust des Auges mit einer hohen prozentualen Wahrscheinlichkeit zu rechnen.

Aus diesem Grund wird der Starstich in westlichen Industrienationen heutzutage nicht mehr angewendet.

Eine ebenfalls selten angewandte Operationstechnik ist die intra capsuläre catararct extraction (ICCE), bei welcher die Linse mitsamt des Kapselsacks dem Auge entnommen wird. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass nur noch wenige Operateure diese Technik beherrschen. Hinzu kommt, dass durch die Extraktion der Linse samt Kapselsack, ein verhältnismäßig großer Schnitt in die Hornhaut von Nöten ist, der im Anschluss genäht werden muss. Je größer eine Naht auf der Hornhaut, desto größer sind beim Heilprozess auch die mechanischen Zugkräfte auf die Hornhaut, was wiederum zu Abbildungsfehlern führen kann, wie beispielsweise einem postoperativen Hornhautastigmatismus. Eine Indiktion wäre beispielsweise eine Linsendislokation (Verlagerung der Augenlinse).

Die häufigste angewandte Operationstechnik heutzutage, ist die extra capsuläre cataract extraction (ECCE). Hierbei wird die Augenlinse vorab mittels Ultraschall im Kapselsack zertrümmert und anschließend mit einem operativ eingeführten Sauger in den Kapselsack, entfernt. In den leeren hinterbliebenen Kapselsack wird dann eine Kunstlinse eingesetzt, die man als Intraocularlinse (IOL) bezeichnet.


Der Grund, dass dies die Operationsmethode der ersten Wahl ist, liegt in ihren vielen Vorteilen und der sehr geringen Komplikationsrate von unter 1%.

Der Schnitt in die Hornhaut zum Öffnen des Auges ist im Vergleich zur (ICCE) verhältnismäßig klein. Auch der postoperative Astigmatismus ist sehr gering und vor allem das Infektionsrisiko ist im Vergleich zu allen anderen Operationstechniken sehr niedrig.

Zu den möglichen praeoperativen Hilfsmittelversorgungen:

Ein Hauptproblem, das Betroffene oft schildern, ist die erhöhte Blendempfindlichkeit, die durch das Streulicht an der eingetrübten Linse zustande kommt. Hierzu ist es wichtig zu wissen, dass kurzwelliges Licht bis zu 10x mehr gestreut wird als langwelliges Licht.

Hinzu kommt eine starke Lichtempfindlichkeit (die sog. Photophobie), die speziell dann als Problem auftritt, wenn Personen zusätzlich zu Migräne neigen.

Gerade für diese Hauptauswirkungen eignen sich spezielle Filtergläser hervorragend, um Betroffenen Unterstützung zu bieten.

Allerdings sollte bei praeoperativen Hilfsmittelversorgungen immer geklärt werden, wann und ob eine Kataraktoperation geplant ist. Dies ist wichtig, weil es zwangsläufig nach einer Operation zu einer Änderung der Brillenrefraktion kommt. Dies sollte bei der Anfertigung einer individuellen Filterbrille vor einer Operation berücksichtigt werden, da sich die Sehstärke sehr wahrscheinlich nach der Operation ändern wird.

Was unterscheidet diese speziellen Filtergläser nun von einer klassischen Sonnenbrille mit brauner oder grauer Tönung? Eine solche Sonnenbrillen-Lichtschutztönung reduziert das gesamte sichtbare Lichtspektrum von 380nm – 780 nm. Es kommen aber dennoch kurzwellige Bereiche hindurch, die für die oben aufgeführten Probleme sorgen.

Filtergläser hingegen, speziell Kanten- und Komfortfilter, sind besondere Gläser, die je nach Nennkante die kurzwelligen Strahlen komplett oder in einem optimalen Bereich reduzieren bzw. blocken. Je höher die Absorptionskante ist, desto rötlicher werden diese Gläser.

Um eine Stigmatisierung zu vermeiden, können diese Gläser optimal mit Polarisationsfiltern kombiniert werden. Dies sorgt für eine andere Glasfarbe, die sich kaum von herkömmlichen Sonnenschutzgläsern unterscheiden, allerdings ein Optimum an Schutz und Comfort bieten.

SCHWEIZER bietet zusätzlich ein einzigartiges Filterglas an, welches speziell für die visuellen Probleme und den präventiven Augenschutz von Katarakt-Betroffenen, entwickelt wurde. Eine einzigartige Kombination aus Glasveredelungen, die letzten Endes einen speziellen Filter ergeben, verbessert die Sehleistung von Betroffenen erheblich, bietet einen gesteigerten Sehkomfort und sorgt für ein Optimum an Schutz sowohl für den prä- als auch postoperativen Gebrauch – das CATARACT-Comfort –.

Aus unserer Erfahrung heraus können wir sowohl eine Variante für den Gebrauch im Freien als auch eine für all jene, die sich gerade im Innenbereich einen gesteigerten Sehkomfort wünschen, anbieten. Sei es beim Wandern, bei Outdoor Sportaktivitäten, bei der Hausarbeit oder bei gemütlichen Lesestunden – mit dem CATARACT-Comfort Spezialglas sind Sie als Betroffener bestens versorgt, sowohl vor als auch nach einer Katarakt-Operation.

Zu den möglichen postoperativen Hilfsmittelversorgungen:

Wie bereits erwähnt, absorbiert das System Hornhaut / Augenlinse, welches wie ein Spektralfilter funktioniert, energiereiche, kurzwellige Strahlung aus dem elektromagnetischen Lichtspektrum. Bei diesem Vorgang kommt es zwangsläufig zu einer Eintrübung der Augenlinse. Ist die Katarakt bereits im fortgeschrittenen Stadium, kann man eine leichte gelbliche Verfärbung erkennen – ähnlich wie bei einem Kantenfilterglas. Diese Verfärbung reduziert das kurzwellige, in das Auge einfallende Licht und schützt es somit indirekt.

Wird nun die Augenlinse operativ entfernt, fällt entsprechend auch dieser indirekte Schutzmechanismus weg. Die Folge ist, dass deutlich mehr an kurzwelliger Strahlung in das Auge einfällt. Dies führt zwar spontan zu einem deutlich besseren Sehen, gleichzeitig wird aber auch die Belastung an der Netzhaut deutlich gesteigert und es kommt hierbei zu höherem oxidativem Stress, Blendung und Lichtstreuung.

Um genau diese Probleme zu kompensieren eignen sich auch hier, wie bei der präoperativen Versorgung, im augenoptischen Bereich besonders Kanten- und Komfortfilter.

Diese Filter können individuell mit Ihrer Sehstärke kombiniert werden und in jede eigene Brillenfassung eingearbeitet werden. Auch hier ist eine Kombination mit Polarisationsfiltern möglich, um eine Stigmatisierung durch die Farbe der Grundfilter zu vermeiden. In Kombination lassen sich die Filtergläser kaum von herkömmlichen Sonnenschutzgläsern unterscheiden. Die Schutzfunktion bleibt allerdings beibehalten.

Auch in der postoperativen Anwendung findet das von SCHWEIZER entwickelte Spezialfilterglas CATARACT-Comfort sein ideales Einsatzgebiet als schützendes und kontraststeigerndes Brillenglas.

Zusätzlich können mit dem medi-lens Brillenglas-Programm von SCHWEIZER alle Sehherausforderungen des Alltags versorgt werden.

Hierzu stehen neben den Standard-Brillengläsern (Einstärken, Mehrstärken, Gleitsicht etc.) auch hochspezialisierte Lösungen, wie das CATARACT-Comfort, zur Verfügung.

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Als Makuladegeneration bezeichnet man diverse fortschreitende krankhafte Veränderungen der Augen, die einen Funktionsverlust des Punktes des schärfsten Sehens (Makula lutea) zur Folge haben.

Im Verlauf der Erkrankung schränkt sich die Sehfähigkeit im zentralen Gesichtsfeld durch das Absterben von Netzhautzellen stark ein, so dass im Spätstadium lediglich mit den peripheren Netzhautarealen gesehen werden kann. Da so das periphere Gesichtsfeld erhalten bleibt, ist für die Betroffenen eine Orientierung im Freien möglich. Ebenso tritt aufgrund der am Rande um die Makula lutea angeordneten Lage der Stäbchen keine Nachtblindheit ein.

Mit Fortschreiten der Erkrankung kommt es zur Verschlechterung von Sehschärfe, Lesefähigkeit, Kontrastempfinden, Farbsinn und Anpassungsfähigkeit an Beleuchtungswechsel sowie Erhöhung der Blendempfindlichkeit.

Ein häufiges Früherkennungssymptom ist das Sehen verzerrter Linien (Metamorphopsien), was mit einem „Amsler-Gittertest“ getestet werden kann. Es besteht die Möglichkeit, mittels „Vergrößernder Sehhilfen“ die Lesefähigkeit des Patienten größtenteils zu erhalten. Für eine Reduzierung der Blendung sind Kantenfilter ein ideales Hilfsmittel.

1.1) Trockene Makuladegeneration:
Die trockene Makuladegeneration ist ein altersbedingter Prozess, bei dem aufgrund von Stoffwechselstörungen (Metabolismusstörungen), Stoffwechselendprodukte (Lipofuszine) nicht mehr abtransportiert werden können. So kann es zu hyalinen Ablagerungen (sog. Drusen) in der Netzhaut kommen. Diese Drusen bilden sich zwischen der Bruchschen Membran und Netzhaut und führen zum langsamen Absterben der Netzhautrezeptoren (Zapfen).
Dieser altersbedingte Prozess verläuft meist schleichend und ist nicht umkehrbar.

1.2) Feuchte Makuladegeneration:
Bei der feuchten Makuladegeneration kommt es unter der Netzhaut zu großflächigen porösen Gefäßeinsprossungen (sog. „Choriodale Neovaskularisationen“), die zu Blutungen neigen (sog. „subretinale Blutungen“) und somit zu einer Abhebung der Netzhaut führen. Im Gegensatz zur „trockenen Makuladegeneration“, ist die „feuchte“ Variante mittels spezieller Injektionstherapien (Lucentis(Ranibizumab)-Injektionen) behandelbar.

Altersbedingte Makuladegeneration – AMD – Die Altersbedingte Makuladegeneration, kurz AMD, ist in Deutschland die häufigste Ursache für eine schwere Sehbeeinträchtigung, an welcher ca. 5000 Personen pro Jahr erblinden (Visus <= 0,02) und ebenfalls die häufigste Indikation für die Versorgung mit vergrößernden Sehhilfen.

Was ist die Makuladegeneration eigentlich?

Wie der Name selbst bereits schon sagt, handelt es sich um eine Veränderung eines bestimmten Netzhautbereiches, welche infolge des fortschreitenden Alterns entsteht. Betrachtet man Statistiken in denen der demographische Wandel graphisch dargestellt wird, so kann selbst ein Laie ohne großen Interpretationsaufwand erkennen, dass wir in den nächsten Jahren einen Überschuss an Menschen mit über 70 Jahren haben werden.

2030 werden in der Bundesrepublik Deutschland 894.000 Menschen mit über 75 Jahren leben. Bereits heute sind 40% der über 75-jährigen von der AMD betroffen.

Die Makuladegeneration beschreibt eine Beschleunigung des Alterungsprozesses in ein fortgeschrittenes, die Sehschärfe bedrohendes Stadium. Diese Altersveränderungen setzen ab dem circa 5. bis 6. Lebensjahrzehnt ein.

Betroffen hiervon ist, wie bereits beschrieben, das Netzhautareal der „Makula“. Sie ist die zentralste Stelle der Netzhaut und hat einen Durchmesser von ca. 5,5mm. Der zentralste Bereich der Makula selbst ist die Fovea, der auch die Bezeichnung Sehgrube zugeordnet wird, weil sie eine trichterförmige Struktur aufweist. Sie ist mit einem Durchmesser von circa 1,5mm, die Stelle des schärfsten Sehens.

Grundsätzlich wird die AMD in zwei Ausprägungsarten unterteilt: „trocken“ und „feucht“.

Bei der trockenen Variante, von der circa 85% der Patienten betroffen sind, kommt es zu einer Ansammlung von Stoffwechselendprodukten der Photorezeptoren, umgangssprachlich auch als „Sehstäbchen“ bezeichnet, im retinalen Pigmentepithel. Das retinale Pigmentepithel, kurz auch „RPE“, welches für den Stoffwechsel verantwortlich ist, entsorgt beispielsweise abgestorbene Photorezeptoren. Diese Stoffwechselendprodukte häufen sich in der Bruch-Membran an und führen so zu einer Verdickung. Die dabei entstandene mechanische Barriere unterbricht schließlich die eigentliche Nährstoffversorgung der Netzhaut, die durch die Aderhaut gewährleistet ist und sorgt so für ein Absterben dort befindlicher Photorezeptoren.

Bei der feuchten Variante, von der circa 15% der Patienten betroffen sind, kommt es infolge der mechanischen Barriere zu einer Minderversorgung, was zu einer Ausschüttung von Wachstumsfaktoren (VEGF (vascular endothelial growth factor)) führt. Diese Faktoren führen zu Gefäßneubildungen minderer Qualität aus bereits bestehenden Blutgefäßen der Aderhaut (Chorioidea). Die neu gebildeten Gefäße wachsen in das Pigmentepithel hinein und werden als choroidale Neovaskularisationen bezeichnet, kurz CNV. Aufgrund ihrer minderen Qualität können diese leicht einreißen und somit Blut und Fette in die umgebende Netzhaut abgeben. Dies hat eine Entzündungsreaktion und eine Abhebung der Netzhaut zur Folge, was sich bei den Betroffenen als „verzerrtes Liniensehen“ (Metamorphopsien) äußert.

Normaler Seheindruck auf Amsler-Gitter Metamorphopsie Gesichtsfelddefekt. Eine Sehverschlechterung tritt im Gegensatz zur trockenen Variante innerhalb kürzester Zeit auf und gilt als medizinischer Notfall. Prozentual werden der trockenen Variante 85 % zugeteilt, während die feuchte Variante lediglich 15% ausmacht.

Ein Augenarzt kann bei der AMD verschiedene Veränderungen an der Netzhaut feststellen. Bei der trockenen Variante sind typische, altersbedingte Veränderungen beispielsweise „Drusen“. Dies sind hyaline Ablagerungen (extrazelluläre Ablagerungen, wie beispielsweise von Proteinen) unter dem Pigmentepithel und erscheinen auf der Netzhaut als gelbliche, runde Punkte.

Man unterscheidet grundsätzlich vier verschiedene Arten von Drusen, anhand ihrer Ausprägung:

  • Harte Drusen
  • Weiche Drusen
  • Kutikuläre Drusen
  • Retikuläre Drusen

Diese Einteilung ist für den Augenarzt bei der Einklassifizierung in ein Stadium wichtig.

Des Weiteren können sogenannte Pigmenthepithelverschiebungen auftreten. Man sieht auf der Makula einige Stellen mit heller und dunkler Färbung im Wechsel.

Eine weitere Form der trockenen AMD ist die altersbedingte „Atrophie“. Eine „Atrophie“ beschreibt einen Gewebeschwund durch Mangelversorgung an Nährstoffen. Dadurch wird das Gewebe zunehmend dünner. An der Netzhaut äußert sich dies visuell durch hellrötliche, scharf abgegrenzte Areale.

Bei der feuchten Variante, welche aus der trockenen entsteht, erkennt man, bedingt durch Gefäßeinsprossungen minderer Qualität, Einblutungen in der Netzhaut. Bei der dadurch oftmals einhergehenden Abhebung des retinalen Pigmentepithels, die oftmals kuppelförmig abläuft, erscheint die Makula als sehr verwaschen bzw. unscharf. Die optische Darstellung der kuppelförmigen Abhebung ist allerdings nur in bildgebenden Verfahren, wie beispielsweise bei der OCT-Messung, optimal möglich.

Anhand der Netzhautveränderungen teilt der Augenarzt die AMD in verschiedene Klassifikationsstadien ein:

Wie bereits erwähnt, sind Drusen entscheidende Faktoren, die je nach ihrer Ausprägung, zur Klassifizierung in ein AMD-Stadium verwendet werden.
Sind bei einem Patienten keine Drusen und auch keine Pigmentveränderungen in der Makula erkennbar, so liegen keine Altersveränderungen vor. Normale Altersveränderungen bilden kleine Drusen, mit einer Größe von ca. <63µm, die auch „drupelets“ genannt werden.

Ein frühes Stadium der AMD diagnostiziert man, sobald Drusen mit einer Größe von 63µm – 125µm festgestellt werden aber noch keine AMD-Pigmentveränderungen erkennbar sind. Hiervon sind circa 35% der 75- bis 84-jährigen Betroffen.

Erreichen die Drusen eine Größe von über 125µm und es sind Veränderungen wie beispielsweise Neovaskularisationen, geographische Atrophien und AMD-Pigmentveränderungen erkennbar, dann spricht man von einem „intermediärem-“ oder Spätstadium. Von diesem Stadium sind ca. 5% der 75- bis 84-jährigen Betroffen.

Zwar ist die AMD, wie der Name bereist suggeriert, eine altersbedingte Veränderung, es gibt aber gewisse Risikofaktoren, die diese zusätzlich noch begünstigen können und evtl. sogar zu einer früheren Entstehung führen. Zu den soziodemographischen Faktoren zählen unter anderem hauptsächlich das Alter eines Menschen, aber auch das Geschlecht und die ethnische Herkunft.

Zu den okulären, kardiovaskulären und genetischen Faktoren zählt man Katarakt-Operationen, Bluthochdruck, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und genetische Dispositionen (Veranlagungen).

Ein Hauptrisikofaktor stellt bei den Verhaltensweisen neben dem Gewicht, der ungesunden Ernährungsweise und der Sonnenlichtexposition, ganz klar das Rauchen dar.

Es gibt verschiedenste Therapieansätze, um ein Fortschreiten der AMD zu verhindern. Heilbar ist die altersbedingte Makuladegeneration bis heute jedoch nicht.

Ein mögliches Verfahren ist die sogenannte „Laserphotokoagulation“. Hierbei werden die Gefäßeinsprossungen minderer Qualität im retinalen Pigmentepithel mittels eines Lasers zerstört.

Die photodynamische Therapie ist eine invasive Therapiemöglichkeit, bei welcher eine lichtempfindliche Substanz in die Armvene injiziert wird. Dieser Stoff wandert über die Blutbahnen in das RPE, wird dort mittels eines niedrig-energetischen Laser „aktiviert“ und sorgt so für ein Veröden der neu gebildeten Gefäße.

Zu erwähnen ist auch, dass es einige sehr seltene chirurgische Maßnahmen an der Netzhaut gibt, die aber heutzutage kaum Anwendung finden.

Als Therapie der Wahl und heutzutage als Standardtherapie etabliert, hat sich bei der Behandlung der feuchten AMD die Anti-VEGF-Therapie. Beim Übergang von der trockenen zur feuchten AMD bilden sich, wie bereits erwähnt, Gefäßeinsprossungen minderer Qualität, die zu Blutungen neigen. Angestoßen wird dieser Prozess durch die Ausschüttung von Wachstumshormonen durch die Netzhaut. Einer dieser Wachstumsfaktoren wird als „VEGF“ bezeichnet (vascular growth epithelial factor). Injiziert man nun Antikörper gegen dieses VGEF, so wird seine Wirkung außer Kraft gesetzt, was letzten Endes zu einer Reduzierung der Flüssigkeit innerhalb der Makula führt. Somit können sich die Photorezeptoren innerhalb der Makula regenerieren, was zu einer Verbesserung bzw. Stabilisierung der Sehschärfe führen kann, sollten die Schäden an der Netzhaut schon weit fortgeschritten sein.

Ein wichtiger Baustein der Therapie ist die visuelle Rehabilitation mit vergrößernden Sehhilfen.

Für das Lesen von Zeitungsdrucken sind Lupen und Lupenbrillen ein ideales Hilfsmittel, da diese klein, leicht und somit ideal für den mobilen Einsatz geeignet sind. Gerade für ältere Menschen ist die Ergonomie bei Hilfsmitteln sehr wichtig. Ergonomisch gestaltete Lupengriffe von Handleuchtlupen werden den Anforderungen sehbeeinträchtigter Menschen besonders gerecht. Der erhöhte Lichtbedarf im Alter kann durch eine den Bedürfnissen anpassbare 2-Stufen LED-Beleuchtung ausgeglichen werden. Zur Verfügung steht dieses innovative Hilfsmittel in 3 Lichtfarben, welche vom Benutzer subjektiv ausgetestet werden müssen. Gerade bei AMD-Betroffenen ist ein großes Sehfeld entscheidend. Durch eine ergonomisch geneigte Form der Linse wird dem Benutzer ein entspannter Einblick in ein großes Sehfeld gewährt.

Um den Kontrastverlust entgegen zu wirken, sollte der Betroffene aus unterschiedlichen Lichtfarben auswählen können. Auch Binokulare und monokulare Lupenbrillen erfreuen sich großer Akzeptanz und überzeugen durch die Eigenschaft, dass sie den Anwender nicht stigmatisieren und man die Hände zur freien Benutzung hat. Sie gleichen einer herkömmlichen Lesebrille, können bequem in jeder Brust- bzw. Handtasche verstaut werden und deklarieren den Benutzer nicht als einen Sehbehinderten.
Hauptvorteil dieser Lupenbrillen ist, dass sie mit den individuellen Refraktionswerten der Kunden versehen werden können, enorme Vergrößerungsbereiche erzielen, große Sehfelder ermöglichen und dabei eine Entlastung der Augen durch konvergenzunterstützende Prismen gewährleisten. Betroffene, die ein Hilfsmittel für das TV-Sehen suchen, ist oftmals bereits geholfen, wenn man ihnen vermittelt, dass sie die Entfernung des TV-Gerätes reduzieren sollten. So erzielt man auf natürliche Weise die einfachste aller Vergrößerungen, nämlich eine Netzhautbildvergrößerung durch Annäherung.
Sollte die Sehleistung dennoch nicht ausreichen, weil der Visus zu gering bzw. die TV-Diagonale zu klein ist, so ist eine Kombination aus „Vergrößerung durch Annäherung“ und „Systemvergrößerung“ mittels eines Fernrohrsystems anzustreben. Auf diese Art und Weise ist es möglich, aufgrund der Multiplikation der Einzelvergrößerungen, eine geringere Fernrohrvergrößerung zu wählen.
Dies bietet den Vorteil eines großen Sehfeldes. Fernrohrsysteme Galileischer Bauart eignen sich besonders gut aufgrund ihrer hervorragenden Abbildungsqualität, des großen Sehwinkels, ihrer kurzen Bauart und ihrer Lichtdurchlässigkeit im Vergleich zu Fernrohsystemen Keplerscher Bauart. Zur idealen TV-Versorgung bietet sich ein Galilei-System mit 1,8-facher Vergrößerung an.

Benutzer können in nur 2m Entfernung problemlos mit entsprechendem Akkommodationsausgleich bzw. einer Vorstecklinse von +0,50dpt. einen 32“ TV mit ca. 0,85m Bildschirmdiagonale überblicken. Des Weiteren weist es aufgrund seiner großen Austrittspupille eine hohe Lichtstärke auf und sorgt bei der Benutzung durch die geringe Bildbeschleunigung für ein ruhiges und sehr stabiles Bild, auch bei Kopfbewegungen.

Ist ein besonders großer Sehbereich gewünscht, kann auf Weitwinkelsysteme zurückgegriffen werden. Die größere Okularöffnung ermöglicht die Nutzung von peripheren Netzhautarealen, was für einen zusätzlichen Sehkomfort sorgt. Einige wenige Systeme ermöglichen gleichzeitig eine binokulare Versorgung für Ferne und Nähe.

Tätigkeiten im Haushalt wie das Schälen von Gemüse, Kochen oder auch Bastelarbeiten sind Zeichen einer selbstständigen Lebensführung, die durchaus eine Problematik darstellen können, wenn die Sehleistung nicht mehr ausreicht. In der Regel können Systeme höherer Vergrößerung diesem Aufgabenbereich nicht gerecht werden, da der zu überblickende Bereich in der Nähe bei geringem Arbeitsabstand unzureichend ist. Hier sind zu viele Kopfbewegungen von Nöten, die infolge der Vergrößerungshöhe zu starken Bildbeschleunigungen führen.

Der Sehkomfort würde drastisch darunter leiden und das System keine Akzeptanz für diesen Verwendungszweck erzielen. Weitwinkelsysteme Galileischer Bauart mit geringer Vergrößerung hingegen, stellen hier das Hilfsmittel der Wahl dar. Sie sorgen mit ihrer geringen Vergrößerung von 1,2- bzw. 1,4-fach und ihrem großen Sehfeld für eine einfache Orientierung am Arbeitsplatz.

Die Orientierungsfähigkeit hat bei Betroffenen einen höheren Stellenwert als ein hoher Visus. Dies ist nur durch ihren extrem großen Sehwinkel von 58° bzw. 48° möglich.
Entscheidend für den Erfolg einer Anpassung von Galilei-Systemen bei Sehbeeinträchtigungen mit zentralen Ausfällen sind die Größe des Sehwinkels, die Austrittspupille und die Okularöffnung des Systems.

Da gerade AMD-Betroffene durch den Ausfall der Makula größtenteils nur noch die periphere Netzhaut nutzen können, geht mit der schlechten Sehleistung häufig auch eine extreme Blendempfindlichkeit einher. Filter können hier zu einer Verbesserung der Sehleistung sowie für ein besseres Wohlbefinden sorgen.

Spezialbrillengläser für AMD-Betroffene verbinden mit der protektiven Eigenschaft eines Filters gleichzeitig eine retinale Vergrößerung unter Einbeziehung der peripheren Netzhautareale. Die erfolgt durch sogenannte iseikonische Brillengläser.

Da mit der Sehverschlechterung bei AMD-Patienten auch ein Verlust des Kontrastsehens verbunden ist, sind elektronische Lupen in der LowVision-Versorgung nicht mehr wegzudenken. Durch ihre Kompaktheit sind sie der ideale Begleiter für unterwegs und bieten neben einer stufenlosen Vergrößerung bis in höhere Bereiche auch diverse digitale Kontraständerungen, die zu einer Optimierung des Leseflusses und zu mehr Sehkomfort führen.

Sollten noch höhere Vergrößerungen nötig sein, kann man zu stationären Bildschirmlesegeräten greifen. Sie bieten neben großen TFT-Monitoren, auf die das Bild projiziert wird, schwenkbare Bildschirme, welche an die ergonomischen Bedürfnisse des Benutzers anpassbar sind. Mit den integrierten Kreuztischen lassen sich Lesegut oder Bastelsachen individuell im gewünschten Fokusbereich arretieren und sorgen für einen großen freien Arbeitsabstand, in dem problemlos hantiert werden kann.

Als Metamorphopsie versteht man das Verzerrtsehen seiner Umgebung aufgrund krankhafter Veränderungen der Netzhaut. Dabei werden gerade verlaufende Linien als wellenförmig beschrieben.

Der am häufigsten angewandte Test zur Früherkennung von Metamorphopsien und den pathologisch damit verbundenen Netzhautveränderungen ist der „Amsler-Gittertest“.

Kantenfilter wirken Metamorphopsien zwar nicht entgegen, jedoch bewirken sie eine Kontraststeigerung und idealen UV-Schutz.

Als Netzhautablösung bezeichnet man das Abheben bzw. Einreißen der Photorezeptorenschicht (lichtempfindliche Schicht) von der darunter liegenden Aderhaut. Die Ursache hierfür kann eine Flüssigkeitsansammlung im entstandenen Spalt sein. Die nährstoffreiche Versorgung der Netzhaut durch die Aderhaut wird dann unterbrochen und kann bei längerer Unterbrechung zu einer irreversiblen Schädigung der Netzhautfunktion führen. Das Resultat ist ein rapider Abfall der Sehleistung bis hin zur absoluten Erblindung.

Erste Anzeichen für eine Netzhautablösung sind das Sehen verzerrter Objekte (Metamorphopsien), das Sehen von Blitzen (Photopsien), plötzliches Auftreten von rot-schwarzen Flecken vor den Augen (Rußregen) oder ein schwarzer Vorhang, der von unten nach oben aufsteigt. Aufgrund des schnellen, irreversiblen Verlaufs einer Netzhautablösung wird sie als akuter Notfall eingestuft.

Kantenfilter wirken Netzhautablösung zwar nicht entgegen, jedoch bewirken sie eine Kontraststeigerung und idealen UV-Schutz.

Als Nystagmus bezeichnet man schnell aufeinanderfolgende, unkontrollierbare Augenbewegungen (Augenzittern). In der Regel ist ein Schwindelgefühl eine Begleiterscheinung des Augenzitterns, weshalb die betroffenen Personen oftmals eine schräge Kopfhaltung annehmen, um diesen Nebeneffekt auszugleichen.

Kantenfilter wirken Nystagmus zwar nicht entgegen, jedoch bewirken sie eine Kontraststeigerung und idealen UV-Schutz.

Der okuläre Albinismus ist eine auf das Auge beschränkte Form des Albinismus. Es fehlen die Melanine (Pigmente) in der Netzhaut und der Iris, die normalerweise eine Überstrahlung im Auge verhindern und ebenfalls einen Schutz gegen das Bilden von Krebszellen gewährleisten.

Der okuläre Albinismus wird grundsätzlich über das X-Chromosom weitergegeben, d.h. es erfolgt über eine geschlechtsverbundene Vererbung. Hauptsächlich ist vom okulären Albinismus das männliche Geschlecht betroffen, da das weibliche Geschlecht lediglich als Überträger gilt.

Während bei einem normalen Albinismus Haut und Haare betroffen sind, sind beim okulären nur die Augen betroffen. Der Netzhaut fehlt das Melanin, was die Netzhaut vor einer Überstrahlung und Blendung schützt. Mit dem Fehlen dieses Stoffes tritt bei Patienten der Nystagmus (Augenzittern) auf. Dieses Augenzittern soll der Überstrahlung der Netzhaut entgegenwirken, und damit verbunden ist meist zusätzlich eine extrem erhöhte Blendempfindlichkeit.

Trotz des nicht therapierbaren Stoffwechseldefekts kann mit Hilfe von Kantenfiltergläsern ein weitgehend normales Leben ohne große Einschränkung der Sehqualität geführt werden.

Diese Kantenfilter reduzieren die Blendung und bieten einen entspannten und kontrastreichen Seheindruck.

Als fortschreitende Myopie (Kurzsichtigkeit) bezeichnet man ein stetiges Wachstum des Augapfels, was eine immer stärker werdende Kurzsichtigkeit zur Folge hat.

Aufgrund der zunehmenden Augenlänge kann es zu einer Überdehnung der Netzhaut kommen, was letztlich zu kleinen Rissen der Netzhaut führen kann. Diese Risse ermöglichen das Eindringen von Flüssigkeit zwischen die Neuroretina (Photorezeptoren/Amacrinzellen/Bipolarzellen/Ganglienzellen) und dem retinalen Pigmentepithel (zuständig für den Stoffwechsel der Netzhaut und dem Abtransport abgestorbener Photorezeptoren) und kann im schlimmsten Fall zu einer Netzhautablösung führen.

Erste Anzeichen hierfür sind verzerrtes Sehen (Metamorphopsien), Sehen von Blitzen (Photopsien), plötzliches Auftreten von rot-schwarzen Flecken vor den Augen (Rußregen) oder ein schwarzer Vorhang, der von unten nach oben aufsteigt.

Kantenfilter wirken Myopie zwar nicht entgegen, jedoch bewirken sie eine Kontraststeigerung und idealen UV-Schutz.

Bereits im Kindes- bzw. Jugendalter kann die als „Retinopathia pigmentosa“, im Fachjargon fälschlicherweise oft als „Retinitis Pigmentosa“, deklarierte Erberkrankung der Augen auftreten. Dabei werden Photorezeptoren (lichtempfindliche Sinneszellen) der Netzhaut zerstört.

In jedem Auge fallen Stoffwechselprodukte (Metabolismus-Endprodukte) an, die von den unteren Schichten der Netzhaut abtransportiert werden müssen. Dieser „Stoffwechselmüll“ wird bei einem gesunden Auge über die Blutgefäße der Netzhaut abtransportiert.

Bei Retinitis pigmentosa ist der Stoffwechselabtransport gestört und die Endprodukte verbleiben in der Netzhaut, wo sie sich meist von der Peripherie in Richtung Zentrum anlagern. Diese Anhäufung des „Mülls“ führt nach und nach zum Absterben der peripher angesiedelten Stäbchen, bis letztlich nur noch die im Zentrum gelegenen Zapfen erhalten bleiben.

Dies hat zunächst Nachtblindheit, Störungen des Farbsehens, extreme Blendung, Verringerung der Sehschärfe und schließlich Gesichtsfeldeinschränkungen zur Folge, die soweit fortschreiten, bis dem Betroffenen nur noch ein kleiner Bereich um die Makula erhalten bleibt, was man als „Flintenrohrgesichtsfeld“ bzw. „Tunnelsehen“ bezeichnet.

Obwohl der erhalten gebliebene Bereich die höchste Sehschärfe des Auges aufweist, können nur Objekte erkannt werden, die direkt angesehen werden, und somit ist eine selbstständige Orientierung nicht mehr möglich. Allerdings ist mittels spezieller Fernrohrsysteme eine Gesichtsfelderweiterung realisierbar, die den Betroffenen in die Lage versetzen, wieder selbstständig und mobil zu sein.

Jeder fünfte Mensch trägt ein defektes „Retinitis pigmentosa“-Gen in sich.

Skotome sind mehr oder weniger große inselförmige Ausfälle im Gesichtsfeld. Dies kann sowohl physiologisch bedingt sein, wie z.B. der Bereich des „blinden Flecks“, oder aber pathologisch bedingt, z.B. durch Veränderungen der Netzhaut, Störungen der Sehbahnen oder aber Linsentrübungen.

Eine Dystrophie beschreibt eine angeborene Entwicklungsstörung einer körperlichen Struktur, die im Laufe der Zeit zu einer Fehlfunktion führt.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass Dystrophien irreversible, degenerative Veränderungen von Geweben, Organen oder sogar des gesamten menschlichen Organismus sind.

Die Zapfendystrophie beschreibt mehrere Krankheitsgruppen, die als gemeinsames Merkmal eine Funktionsstörung bzw. einen Funktionsverlust der in der „Makula-lutea“ (Ort des schärfsten Sehens) angesiedelten Zapfen haben.

Die Vererbung kann über das X-Chromosom weitergegeben werden, es sind aber auch Neumutationen als Ursache einer Zapfendystrophie bekannt.

Grundsätzlich kann man sagen, dass sich die Krankheit bis zum 20. Lebensjahr entwickelt und zu Beginn mit einer Störung des Farbsehens und langsamer Visusminderung einhergeht.

Hinzu kommen, je nach Größe des Bereiches, in dem die Zapfenfunktion ausfällt, Skotome (Gesichtsfeldausfälle) und erhöhte Blendempfindlichkeit, welcher mit Kantenfiltergläsern entgegen gewirkt werden kann.